Das sind die teuersten Städte der Welt

Das sind die teuersten Städte der Welt

Wer in Deutschland in einer Metropole lebt, kennt das Problem zur Genüge. Das Leben in der Stadt ist teuer. Doch im internationalen Vergleich sind die Kosten noch geradezu niedrig. In den jährlich erstellten Listen der teuersten Städte der Welt liegen die deutschen Metropolen weit abgeschlagen hinten. München schaffte es in der aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Mercer gerade einmal auf Platz 67 und ist damit die mit Abstand teuerste Stadt der Bundesrepublik. Frankfurt liegt etwas dahinter auf Platz 74, die Bundeshauptstadt Berlin auf Platz 81 und Hamburg gar nur auf Platz 100.

In dem Ranking hat man nicht weniger als 209 Städte aus aller Welt miteinander verglichen. Berücksichtigt wurden dabei materielle und immaterielle Güter, sowie die Faktoren Preisstabilität und Inflation. 200 Güter haben Aufnahme in den Warenkorb geschafft. Darunter befinden sich Lebensmittel, Kleidung, die Kosten für Unterhaltung, Haushaltswaren, Transport und natürlich die Wohnungskosten. Referenzstadt ist New York City, an deren Kosten werden alle anderen gemessen. Als Basiswährung dient der US-Dollar. Die Liste ist auch für Firmen interessant, die neue Niederlassungen überlegen und Mitarbeiter in diesen Städten ansiedeln wollen. Wenig überraschend dominieren die Metropolen aus Asien diesen Index. Lediglich drei nicht-asiatische Städte haben es in das Mercer-Ranking geschafft.

Hongkong schlägt sie alle

An der Spitze liegt die Handelsmetropole Hongkong. Die chinesische Sonderverwaltung konnte damit ihren Spitzenplatz vom Vorjahr verteidigen. Ausschlaggebend für den Sieg waren die hohen Wohnungskosten und die an den US-Dollar gekoppelte Währung. Die japanische Hauptstadt Tokio hat es knapp dahinter auf Platz zwei geschafft, gefolgt von Singapur. Die Hauptstadt Südkoreas, Seoul, liegt auf Platz vier, bevor mit Zürich die erste europäische Stadt am Index erscheint. Schanghai aus China, Aschgabat aus Turkmenistan, die chinesische Hauptstadt Peking, New York und Schenzhen aus China vervollständigen die Liste der teuersten Städte der Welt laut Mercer. Im Ranking abgerutscht ist beispielsweise die Hauptstadt Angolas, Luanda. Sie lag im Vorjahr noch auf Platz sechs und nimmt aktuell Platz 26 ein. Damit ist sie allerdings immer noch die teuerste Stadt Afrikas. Ganz entgegengesetzt entwickelte sich Asgabat, die Hauptstadt von Turkmenistan. Sie sprang von Platz 43 auf Platz sieben. Beide Metropolen „profitierten“ von den teuren Lebenshaltungskosten. Beide Länder verfügen über einen großen Ölreichtum, das führt auch dazu, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird.

Hongkong schlägt sie alle
Hongkong schlägt sie alle

Hier lebt es sich günstig

Zu ähnlichen Ergebnissen an der Spitze kam auch eine Studie des „The Economist Intelligence Unit“. Dort führt die japanische Stadt Osaka, vor Hongkong und Singapur. New York folgt auf Platz vier, bevor sich Paris und Zürich Platz fünf teilen. Tel Aviv aus Israel, Los Angeles, die japanische Hauptstadt Tokio und Genf aus der Schweiz vervollständigen diese Top-10 der teuersten Städte der Welt. Gleichzeitig ermittelte „The Economist Intelligence Unit“ auch die günstigsten Städte der Welt. Hier führt Damaskus aus Syrien, vor Tashkent aus Usbekistan, Almaty aus Kasachstan, Buenos Aires aus Argentinien, Karachi aus Pakistan, Caracas aus Venezuela, Lusaka aus Sambia und Chennai, Bangalore und New Delhi aus Indien. Hier kann man am günstigsten seinen Lebensunterhalt bestreiten.