Die faszinierendsten Städte der Welt: London

Die faszinierendsten Städte der Welt: London

Das Zentrum des ehemaligen britischen Empire gibt seit Jahrzehnten die Trends in Musik und Mode vor. London ist jung, frech und bunt. Die 8-Millionen-Metropole in England hat eine Geschichte von fast 2.000 Jahren hinter sich. Bereits der legendäre römische Kaiser Julius Caesar besuchte die Gegend und interessierte sich für den Handel mit den Einheimischen. Die Römer waren es auch, die die Stadt 43 nach Christus unter dem Namen Londinium gründeten.

Doch die Kelten, die das Land ursprünglich besiedelt hatten, gaben nicht auf und widersetzen sich den Römern. Bereits 60 nach Christus brannte die Siedlung das erste Mal ab. Dieser Rückschlag sollte den Aufstieg von London zu einer Weltstadt aber nicht aufhalten können.

Die Römer gründeten Londinium

Es folgten einige Jahrhunderte an Auseinandersetzungen, bevor die Römer endgültig aufgaben, und sich aus Londinium zurückzogen. Bis ins siebente Jahrhundert war die Gegend verwaist, bevor die Angelsachsen der Siedlung einen neuen Namen gaben. Lundenwic wurde im Jahr 1066 als London unter William the Conqueror zur Hauptstadt Englands. Er ließ sich zum König krönen und errichtete in weiterer Folge drei Festungen. Der Tower of London zählt bis heute zu den beliebtesten Touristenattraktionen. Der Aufstieg von London hatte begonnen.

Brände und die Pest stoppen den Aufstieg nur kurz

1539 setzte die Reformation ein und London wurde protestantisch. Die Unabhängigkeit von Rom und dem Papst war damit vollzogen. 20 Jahre später hatte die Stadt bereits mehr als 100.000 Einwohner, nur 40 Jahre später waren es bereits mehr als 200.000 Bewohner. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde London von zwei Katastrophen heimgesucht. Zunächst wütete die Pest und raffte beinahe die Hälfte der Bevölkerung dahin. Nur ein Jahr später brannten bei einem Großfeuer zwei Drittel Londons nieder. Doch London erholte sich schnell und setzte ihren unaufhaltsamen Aufstieg weiter fort. Rund um das Jahr 1790 wurde London zur Millionenstadt. Ende des 19. Jahrhunderts machte die Metropole mehrfach Schlagzeilen. Die erste U-Bahn ging in Betrieb, Jack the Ripper wütete und wurde zum berühmtesten Serienmörder der Geschichte. Die Tower Bridge feierte ihre Eröffnung und genau um 1900 hatte die Metropole bereits sechs Millionen Bewohner. London war zu diesem Zeitpunkt die mit Abstand größte Stadt der Welt vor New York.

Brände und die Pest stoppen den Aufstieg nur kurz
Brände und die Pest stoppen den Aufstieg nur kurz

Der Zweite Weltkrieg traf London schwer. Doch der Wiederaufbau schritt anschließend zügig voran. Sieben Jahre nach Kriegsende wurde Elisabeth II zur Königin gekrönt. In den revolutionären 1960er Jahren stieg London zur Mode und Musik-Metropole auf. Das Swinging London wurde zum Synonym einer Bewegung, die neue Wege erkundete. Mit Magret Thatcher ernannte Elisabeth II im Jahr 1979 die erste Frau zur Premierministerin. Die unterirdische Verbindung zwischen Großbritannien und Frankreich feierte 1995 ihre Jungfernfahrt, seitdem ist das Königreich über eine ständige Verkehrsverbindung direkt mit dem Kontinent verbunden. Seither haben viele revolutionäre Gebäude das Stadtbild von London geprägt. Dazu zählen nicht nur das London Eye, sondern auch The Shard und der Olympic Park. Die 2000 Jahre alte Geschichte ist noch immer allgegenwärtig. Die alte Dame unter den Weltstädten hat sich zu einer modernen Metropole gewandelt.